Die Art Düsseldorf ist zurück in D-Town.

Zum dritten Mal stellen rund 90 Galerien aus Europa, Asien, den USA und Mittelamerika auf dem alten Industriegelände des Areal Böhler aus.

Wenn die Temperaturen draußen langsam frostig werden, kommen in den großen, warmen Hallen Kunstinteressierte voll auf ihre Kosten.

Vor allem nachmittags sorgen die Lichtverhältnisse für eine besondere Atmosphäre.
Wenn die Lichtstrahlen der Sonne durch die riesigen Fenster in die hohen Räume durchdringen, werden die Kunstwerke zusätzlich mit natürlichem Licht beleuchtet.

Aber auch bei jedem Wetter ist die Art Düsseldorf ein Besuch wert.

 

Was ist zu sehen? Die Highlights

 

Wer Angst hat auf der Art Düsseldorf nur mit abstrakter, moderner Kunst konfrontiert zu werden, braucht sich keine Sorgen machen.
Die Kölner Galerie Bene Taschen zeigt zum Beispiel Fotografien des aktuellen Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels Sebastião Salgado.
So ist vom 75-jährigen Brasilianer eine beeindruckende Aufnahme des Bahnhofs Mumbais in den 1990er-Jahren zu sehen. Im Kontrast dazu werden die wild-urbanen Fotos aus den 1980er Jahren in New York von Joseph Rodriguez präsentiert.

Das Kunstmagazin Monopol hat auf seiner Internetseite neben diesen Werken insgesamt 10 Highlights der Kunstmesse zusammengestellt, die man nicht verpassen sollte!
Link zum Monopol-Magazin

Dazu gehören unter anderen Literatenmalerei der chinesischen Künstlerin Peng Wei, Werke des Malers Werner Büttner und eben auch die oben bereits angesprochene abstrakte Skulpturkunst – z.B. bei der Tuchskulptur “Cigarette burns and soft fuzzy hair” von Megan Rooneys.

Zu meinen Lieblingsausstellungsstücken gehörten 2018 diverse Arbeiten von Eckart Hahn.
Und ich bin schon sehr gespannt, was mich 2019 am meisten überzeugt.

Auf der offiziellen Webseite findet man alle Infos: Link zur Art Düsseldorf 

 

Vergangene Probleme und neue Partner

Ich bin aber vor allem glücklich, dass es die Art Düsseldorf auch 2019 weiterhin existiert.

Das war zeitweise nicht klar, nachdem die Schweizer Messegesellschaft MCH aus der Kunstschau ausgestiegen ist.
Ihre 25,1-Prozent-Beteiligung wurden dann aber zu gleichen Anteilen an die Londoner Messeveranstalter Sandy Angus und Tim Etchells verkauft.
Nicht unbedingt ein Nachteil für die Art Düsseldorf. Zeichnen sich die beiden neuen Partner Angus und Etchells doch durch ihre Spezialisierung auf regionale Kunstmessen aus.

Sie gründeten 2008 gemeinsam die Art Hong Kong, aus der die Art Basel Hong Kong hervorging. Und sie sind auch an anderen Kunstmessen in Asien beteiligt.

Kein schlechter Zugang für Düsseldorf, das nicht nur als japanisches Zentrum Europas gilt, sondern inzwischen auch Anziehungspunkt für viele andere Länder Asiens ist.

Messedirektor Walter Gehlen erhofft sich durch die neue Partnerschaft „vor allem neue Marktpotenziale und den Zugang zu wichtigen Sammlern im asiatisch-pazifischen Raum zu erschließen“.

 

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